Whisky wurde im Jahr 1918 auf einer ländlichen Ranch bei einem Hundezüchter namens James geboren, seine Eltern die Bluthunde Toto und Flecki waren beide für ihre Gutmütigkeit und Loyalität bekannt.
Die ersten Monate seines Lebens verbrachte Whisky damit, mit seinen Geschwistern zu spielen, durch die hohen Gräser zu toben und die Welt zu erkunden. James, pflegte die Welpen mit Sorgfalt und Liebe. Er brachte ihnen die Grundregeln des Lebens auf der Ranch bei, welche Gehorsam und Vertrauen in den Vordergrund stellten.
Im Alter von vier Monaten kam Sheriff Charles auf die Ranch. Er suchte einen Hund für den Dienst, einen treuen Partner, der ihm bei der Verbrechensbekämpfung helfen konnte. Als er Whisky sah, mit seinen intelligenten Augen und dem unbändigen Bewegungsdrang, wusste er, dass er den Richtigen gefunden hatte.
Der Sheriff nahm den jungen Hund unter seine Fittiche und begann mit seiner Ausbildung. Er brachte ihm die Kunst des Fährtenlesens bei und das Verfolgen von flüchtigen Verbrechern. Whisky, ein Naturtalent mit einem außergewöhnlichen Geruchssinn, lernte schnell und zeigte sich als begabter Schüler.
Ein Gesetzloser hatte die Stadt terrorisiert. Charles, der seinen Dienst ausübte, ritt mit Whisky an seiner Seite in zum Einsatzort. Der Einsatz verlief zunächst ruhig. Sie verfolgten die Spur des Gesuchten durch die Straßen, Whiskys Nase immer auf der Suche nach dem kleinsten Hinweis. Doch dann, in einer engen Gasse, schlug der Gesetzlose zu. Ein Schuss, der durch die Stille hallte, traf Charles in die Brust.
Whisky, der seinen Partner zu Boden sinken sah, stürzte sich auf den Angreifer. Er biss, kratzte, bellte, doch der Gesetzlose war zu schnell. Er entkam, während Charles, schwer verletzt, auf dem Boden lag.
Whisky, der in seiner Trauer und Verzweiflung um seinen Freund, seinen Beschützer, umherirrte, spürte, wie die Welt um ihn herum verblasste. Die Stadt, die er einst kannte, war nun ein fremder Ort. Die Menschen, die er einst bewacht hatte, waren nun nur noch Schatten.
Charles, der im Krankenhaus seinen letzten Atemzug tat, hatte nur noch einen Wunsch: dass Whisky nicht im Tierheim landete, nicht in einem Käfig, sondern frei in der Wildnis leben konnte.
So wurde Whisky, der einst ein stolzer Fährtenhund war, zum Streuner.
